Einfach überzeugen – 7 Tipps für ein effektives PowerPoint-Design
Freepik © rindang-pangestuZu volle Folien, nicht aussagekräftige Bilder und dazu noch ein:e Referent:in, der/die monoton jeden Bullet-Point vorliest. Leider kennt jede:r diese Art von Präsentationen, die eher zum Einschlafen motivieren, obwohl du genau das Gegenteil erreichen willst – deine Kundschaft soll nach deiner Präsentation bestens informiert und von deinem Produkt überzeugt sein. Dabei gilt vor allem beim Design: Weniger ist oft mehr. Was damit gemeint ist und was du im Einzelnen beachten solltest, erklären dir die folgenden Tipps, mit denen du deine Kundschaft auf jeden Fall für sich gewinnen kannst:
1. Einfach halten
PowerPoint oder ähnliche Programme nutzen Folien mit einer horizontalen oder sog. “Landscape”-Orientierung. Die Software wurde entworfen, um beispielsweise Daten und Informationen, die eine vortragende Person unterstützen und ihre Präsentation ergänzen, ohne großen Aufwand visuell aufbereitet darzustellen.
Die Folien selbst sind nie “Star der Show”. Deine Kundschaft will hören, was du zu sagen hast und wird von dir und deiner Nachricht informiert oder begeistert (im besten Fall sogar beides!) sein.
Lasse dir deine Botschaft und deine zu vermittelnde Geschichte nicht durch schlechte, unnötig komplizierte Folien untergraben.
Nichts in deinen Folien darf überflüssig sein, im Gegenteil: Du solltest viel leeren Raum oder “Negativraum” lassen. Fühle dich nicht gezwungen, leere Bereiche auf deiner Folie mit deinem Logo oder anderen zwecklosen Grafiken zu füllen, die nicht zum Verständnis des Gesagten beitragen. Je strukturierter deine Folien sind, desto besser ist auch die visuelle Vermittlung deiner Informationen.
2. Gliederungspunkte & Text beschränken
Deine Präsentation soll deiner Kundschaft nutzen. Schlichtes Abarbeiten einzelner Überschriften und Aufzählungspunkte führt aber lediglich zu einem gelangweilten und unbeeindruckten Publikum.
Wie also am sinnvollsten den Text auf den Folien unterbringen?
Am besten gar nicht! Die gelungensten Folien enthalten meist keinerlei Text, auch wenn vorgefertigte Textfolien in den Präsentations-Softwares eher Gegenteiliges vermuten lassen. Setze lieber auf Bilder, Grafiken, Tabellen und Ähnliches. Denn visuelle Inhalte auf PowerPoint-Folien sollten deinen Vortrag nicht identisch wiederholen, sondern lediglich etwas illustrieren und unterstützen. Gestalte also ausschließlich Folien, die dich als Referenten nicht überflüssig machen.
3. Überleitungen & Animationen begrenzen
Verwende Überleitungen und Animationen sehr sorgfältig. Nicht jeder Gliederungspunkt muss animiert sein.
Für Überschriften empfiehlt sich beispielsweise ein einfaches “Wischen von links nach rechts”, Bewegungen wie “move” oder “fly” sind dagegen ungeeignet. Damit die Aufbereitung deiner Folien nicht vom Inhalt deiner Präsentation ablenkt oder zu „verspielt“ wirkt, solltest du außerdem darauf verzichten, mehr als zwei bis drei verschiedene Arten von Übergangseffekten zwischen den Folien zu wählen.
4. Verwendung von HD Grafiken
Verwende ausschließlich qualitativ hochwertige Grafiken und Fotos. Ziehe niedrig auflösende Bilder nicht groß, nur damit sie auf dein gewähltes Layout passen – denn damit wird die Bildauflösung noch schlechter.
Ganz wichtig, auch wenn sie gratis enthalten sind: PowerPoint Cliparts sind tabu! Natürlich kannst du nicht nur deine selbst geschossenen Fotos verwenden, sondern auch Stockfotos (z.B. von Fotolia) kaufen oder aus der Fülle von (hochauflösenden!) Bildern online wählen. Hier allerdings unbedingt auf das Copyright achten! Eine Auswahl an Copyright-”freien” Bilder findest du z.B. unter: pexels.com, pixabay.com oder unsplash.com.
5. Visuelles Leitmotiv ohne PowerPoint Vorlage
Wichtig für eine durchgehende Konsequenz deiner Präsentation ist ein durchdachtes und folienübergreifendes visuelles Thema. Die meisten Vorlagen, die dir PowerPoint liefert, hat dein Publikum vermutlich bereits unzählige Male gesehen.
Um den visuellen Part deiner Präsentation genauso individuell zu gestalten wie deinen Vortrag selbst, solltest du daher auf vorgefertigte Design-Templates verzichten und stattdessen eigene Hintergründe und Farbkonzepte erstellen.
6. Richtiger Einsatz von Farben
Farben wecken Gefühle, Farben sind emotional. Die richtig gewählte Farbe kann helfen, zu überzeugen und zu motivieren. Studien zeigen, dass Farbverwendung das Interesse erhöhen sowie das Lernverständnis und die Retention verbessern kann.
Eine umfassende Expertise brauchst du dafür allerdings nicht, doch ist es als Business-Profi durchaus sinnvoll, die Basics zur Farbgestaltung zu kennen. Farben lassen sich grundlegend in zwei Kategorien unterteilen: Zum einen kalte (wie blau und grün), zum anderen warme (orange und rot) Farben.
Kalte Farben eignen sich am besten für Hintergründe, warme Farben funktionieren vor allem für Objekte im Vordergrund (z.B. kurze Texte, Pfeile, Symbole etc.).
Wenn du in einem dunklen Raum (z.B. in einer größeren Halle) präsentierst, empfiehlt es sich, einen dunklen Hintergrund (dunkelblau, grau, etc.) und einen weißen bzw. hellen Text zu wählen.
Für einen weißen Hintergrund mit schwarzem bzw. dunklem Text solltest du dich nur dann entscheiden, falls du planst, das Licht im Raum während deines Vortrags eingeschaltet zu lassen.
7. Geeignete Schriftarten wählen
Schriften kommunizieren subtile Nachrichten an und von sich selbst. Setze Schriftarten entsprechend gezielt ein. Verwende für deine Folienpräsentation nicht mehr als zwei komplementäre Schriftarten (z.B. Arial und Arial Bold). Unabhängig davon, welche Schriftart du wählst, solltest du sicherstellen, dass der Text von überall gut gelesen werden kann.