Eigenwerbung - aber richtig! So erstellst du erfolgreiche Newsletter

Wer denkt, Newsletter seien Schnee von gestern, liegt daneben: Auch in Zeiten von Social Media erweist sich ein regelmäßig per E-Mail versendeter Newsletter als erfolgreiche Werbeform – gerade auch für die Beziehungspflege zu deinen B2B- oder Endkunden. Die wichtigsten Tipps für einen erfolgreichen Newsletter erhältst du in diesem Beitrag.

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Sep. 2022

Schlechtes Image?

Wer das Wort „Newsletter“ hört, denkt vielleicht gleich an unliebsame Spam-Mails. Vergleichbar mit flatterig-bunten Wurfsendungen im heimischen Briefkasten – unerwünscht, nicht beachtet, weggeworfen. Ganz unbegründet sind diese Vorbehalte natürlich nicht – viel zu oft erreichen uns im Alltag eben solche Mails, die uns nur belästigen und die wir deshalb sofort nach Erhalt löschen.

Der Newsletter als Werbeform ist dennoch weiterhin erfolgreich – vorausgesetzt, die Aufmachung und Umsetzung sind stimmig und du verschaffst deinen Abonnenten einen gewissen Mehrwert. Doch was sollte man beachten, bevor man einen eigenen Newsletter startet und welche wertvollen Tipps kann man berücksichtigen?

 

1. Vorbereitung ist das A&O

Wie bei jeder Werbeform solltest du deine Zielgruppe immer im Blick behalten und dich fragen, ob du deine potenziellen Kunden mit einem Newsletter erreichen würdest. Ist das der Fall, starte wie bei der Planung jedes Projektes mit den grundsätzlichen Überlegungen:

  • Wie viel Budget steht zur Verfügung? 
  • Wer ist verantwortlich und übernimmt die inhaltliche und operative Planung?
  • Über welche Software / Plattform soll der Newsletter laufen?
  • An wen soll der Newsletter versendet werden?
  • Wie viel Arbeitszeit soll eingeplant werden?

Stelle dir diese Fragen vorab und nimm dir genug Zeit für die Planung im Voraus. Lieber geht der Newsletter dann ein paar Wochen später an den Start, als dass du voreilig damit anfängst und ihn nach einigen Ausgaben aus Mangel an Manpower oder Budget wieder einstellen musst.

 

2. Her mit den Abonnenten!

Einen treuen Leserkreis aufzubauen braucht natürlich seine Zeit. Sicher kannst du einfach sämtliche Adressen aus deinem Firmenverteiler verwenden. Aber überlege mal: Wie fühlst du dich, wenn dir ein Geschäftspartner ungefragt Werbung per Mail zusendet, ohne dich vorher zu fragen?

Im schlimmsten Fall verlierst du das Vertrauen einer deiner Kund:innen mit diesem Verhalten. Auch wenn vieles im Netz noch als Grauzone scheint, solltest du die Daten deiner Kunden und Geschäftspartner mit viel Sorgfalt verwalten und das Newsletter-Abonnement rechtlich korrekt nur über Double-Opt-In anbieten.

 

3. Inhalt: Die eierlegende Wollmilchsau

Möglichst viele Abonnenten erreicht man mit möglichst breit aufgestelltem Inhalt. Soweit, so unklug – immerhin soll der Newsletter deiner Zielgruppe gefallen und nicht einfach nur der breiten Masse.

Stell dir vor deinem inneren Auge eine:n absolut perfekte:n Kunden/Kundin vor: Was sind seine/ihre Interessen? Was beschäftigt ihn/sie und mit welchen Inhalten kannst du ihm/ihr weiterhelfen?

Ein Newsletter soll nicht einfach als eine Art „trojanisches Pferd“ deine Werbebotschaft heimlich in die virtuellen Briefkästen der Abonnenten mogeln. Er soll deinen Leser:innen Mehrwert bieten, ihnen nützliche Tipps geben, eine Hilfe im Alltag sein…

Den Idealfall kannst du dir so vorstellen: Statt deine Newsletter-Mail wie vermeintlichen SPAM noch vor dem ersten Überfliegen zu löschen, warten deine Abonnenten schon auf deine (wöchentlich) versendete Botschaft – ein kleiner Schmöker, den sie entweder gleich nach Erhalt lesen oder ihn sich im Postfach für später aufheben.

Also muss dein Newsletter nicht alles abdecken – richte es dir ruhig bequem in deiner Nische ein. Auf lange Zeit gesehen bringt dir diese Strategie mehr wertvolle Abonnenten.

 

4. Ein passender Titel

„Newsletter der Firma Mustermann“ – wer eine Mail mit diesem Betreff erhält, wird sie in den seltensten Fällen öffnen und auch lesen.

Du siehst, wie wichtig ein guter Titel ist – er ist der erste Berührungspunkt deiner Leser:innen mit der Materie und kann in Sekundenbruchteilen über „Lesen oder Löschen“ entscheiden.

Gib deinen Leser:innen das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn sie die Mail nicht öffnen, und informiere gleichzeitig über den Inhalt: Deine Abonnent:innen sollen auf einen Blick lesen können, was sie erwartet und den angekündigten Inhalt auch wirklich im Newsletter vorfinden.

 

5. Leselust wecken

Der Inhalt kann noch so gründlich aufbereitet, recherchiert und sprachlich gekonnt verfasst sein – bei einem unbeholfenen Layout und wenig ansprechenden Bildern hast du schon verloren.

Im digitalen Zeitalter sind wir es gewohnt, sämtliche Inhalte nur noch zu scannen. Wie auch anders - Wir haben ja kaum Zeit, in Ruhe alle eingehenden E-Mails und Nachrichten mit der gebührenden Aufmerksamkeit zu würdigen und auch noch zu bearbeiten.

Also solltest du deinen Leser:innen mit dem Layout entgegenkommen: Schlichtheit, wenige große Bilder und klare Verhältnisse in Sachen Design können hier sehr hilfreich sein. Mit wechselnden Schrittgrößen, Absätzen und Zwischenüberschriften erhöhst du zusätzlich die Lesbarkeit. Wende dich hierfür am besten an erfahrene Texter oder Grafikdesigner.

Wenn das Layout einmal steht und die Aufmachung des Newsletters zu Ihrer Zielgruppe passt, ist das bereits die halbe Miete. Sicher willst du einmal gewonnenen Abonnenten auch gerne behalten. Trotzdem solltest du die Abmeldung vom Newsletter einfach und gut sichtbar gestalten.

Das kommt deinen Kunden entgegen und hinterlässt keinen faden Beigeschmack beim Abmeldeversuch. Wertvolle Abonnent:innen sind weiterhin die Kund:innen, die den Newsletter auch wirklich gerne bekommen möchten – wem man die Abmeldung erschwert, wird den Newsletter deshalb nicht plötzlich doch aufmerksam lesen.

 

6. Dran bleiben

Sei nicht enttäuscht, wenn die Abo-Zahlen nicht unmittelbar nach Start des Newsletters in die Höhe schnellen. Bleib dran, versende den Newsletter regelmäßig an deine Abonnent:innen und beobachte die Öffnungsraten und Klickzahlen.

Welche Themen sind gut angekommen? Gab es besonders positive Resonanz auf einzelne Newsletter-Ausgaben?

Die Zahlen im Blick zu behalten hilft dir, die künftige Content-Planung am Interesse deiner Abonnenten zu orientieren. So gelingt es dir langfristig, einen inhaltlich und optisch zielgruppengerecht gestalteten Newsletter zu verfassen.

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