Digital Verkaufen: Tipps für gelungene Video-Calls
Freepik © netrun78Welche Vorteile bietet die Kommunikation über Video-Calls?
Fakt ist: Video-Calls ermöglichen eine persönlichere Interaktion als reine Telefonanrufe oder E-Mails. Wenn wir uns sehen können, wird die Kommunikation lebendiger. Wir können Gestik, Mimik und Körperhaltung wahrnehmen, was zu einer stärkeren Verbindung und einem besseren Verständnis führt. Es fühlt sich fast so an, als wären wir persönlich vor Ort, obwohl wir uns in unterschiedlichen Orten befinden.
Dank Video-Calls können wir Informationen schnell und effizient austauschen. Durch das Teilen von Bildschirminhalten und das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten können wir Diskussionen produktiver und zielgerichteter gestalten. Wir können Ideen visualisieren und sie direkt mit anderen teilen, was die Zusammenarbeit erheblich erleichtert.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zeit- und Kostenersparnis. Wir müssen nicht mehr zu geschäftlichen Meetings reisen und damit verbundene Kosten für Transport und Unterkunft tragen. Das bedeutet nicht nur Einsparungen für unser Unternehmen, sondern auch eine enorme Zeitersparnis für uns persönlich. Wir können an Meetings teilnehmen, ohne lange Anreisen in Kauf nehmen zu müssen, und das bedeutet mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben.
Video-Calls bieten uns also eine enorme Flexibilität und ermöglichen uns eine globale Kommunikation. Egal wo wir uns befinden, wir können mit Menschen aus der ganzen Welt effektiv zusammenarbeiten. Das eröffnet uns die Möglichkeit, Geschäftsbeziehungen über geografische Grenzen hinweg aufzubauen und mit Kund:innen und Kolleg:innen weltweit zu interagieren.
Tipps für gelungene Video-Calls
1. Die Plattform wählen
Mache es deinen Kund:innen so einfach wie möglich: Schon per WhatsApp oder Apple Facetime kannst du mit stabiler Internetverbindung per Video kommunizieren. Eine schöne Möglichkeit für kurze Rücksprachen oder vorbereitende Gespräche.
Möchtest du jedoch alle digitalen Möglichkeiten voll ausschöpfen, solltest du eine Plattform bevorzugen, die auch in einer Desktop-Version funktioniert, wie beispielsweise Zoom. Hierfür musst weder du, noch deine Kund:innen in der Basisversion einen Beitrag zahlen, zudem kann Zoom per Einladungs-Link über den Browser laufen und muss nicht zwingend installiert werden.
Mit einem solchen Videokonferenz-Tool kannst du nicht nur direkt mit deinem Gegenüber sprechen, sondern auch deinen Bildschirm teilen, Präsentationen verwenden, Links im Internet aufrufen etc.
2. Die Kund:innen briefen
Vereinbarst du ein solches Gespräch per Video-Call, solltest du deine Kund:innen vorab kurz briefen. Fasse in einer Mail alles Wichtige zusammen, erläutere den Ablauf und füge den Meeting-Link am besten gleich der Mail an.
So gibst du deinen Werbekund:innen vorab Handlungssicherheit, vor allem, wenn ihnen das Procedere noch nicht vertraut ist.
3. Vorbereitung und Technik
Bevor der Termin losgeht, solltest du die Kamera deines PCs probehalber anschalten um zu sehen, wie die Lichtverhältnisse sind, was man im Hintergrund sieht und, ob die Kamera passend ausgerichtet ist.
Du solltest gut zu sehen sein, der Hintergrund sollte neutral (weiße Wand) oder eben auf andere Art ansprechend sein – hier musst du selbst entscheiden, wie viel du von deinen Privat- oder Büroräumen zeigen möchtest.
Achte (wie bei einem Termin vor Ort) auf ein gepflegtes Äußeres und ein seriöses Auftreten.
Nutzt du eine Plattform oder eine Funktion ebenfalls zum ersten Mal, solltest du dir vorab Zeit für einen Technik-Test nehmen: Funktionieren Kamera und Mikrofon einwandfrei, benötigst du (wegen eventueller Störgeräusche etc.) vielleicht besser ein Headset? Die meisten Plattformen bieten hierfür einen Testmodus an, den du verwenden kannst.
Lege dir etwas zum Schreiben bereit oder (wenn du es dir einfacher machen möchtest), zeichne den Video-Call auf – aber natürlich erst, nachdem du dir die Zustimmung deines Gegenüber geholt hast.
4. Agenda und Gesprächsführung
Überlege dir, wie du gewöhnlich einen Termin vor Ort starten würdest: Smalltalk auf dem Weg von der Eingangstür bis zum Meeting-Raum, jeder setzt sich, es werden Getränke angeboten – und dann geht es auch schon ans Eingemachte.
Was hiervon übrig bleibt, ist bei einem Video-Call der Smalltalk, der nicht fehlen darf – viele deiner Kund:innen sind Termine per Video vielleicht noch nicht ausreichend gewöhnt. Ein wenig lockerer Smalltalk und eine positive Ausstrahlung deinerseits kann hier Anspannungen lösen.
Hierfür ist es sehr wichtig, dass du die Gesprächsführung übernimmst: Befinden sich mehr als zwei Parteien im Meeting, ist das besonders wichtig – denn ab mehr als zwei Teilnehmer:innen benötigt man eine Person mit Moderator:innen-Funktion.
Hierbei hilft es, wenn du vorab eine Agenda für das Gespräch aufsetzt: Was soll nacheinander besprochen werden? Welche Punkte sind besonders wichtig? So kannst du auch immer Raum für Fragen oder Anregungen geben.
Die Dynamik eines Video-Calls ist immer etwas anders, als in Natura – Personen müssen bei relevanten Fragen direkt mit Namen angesprochen werden (weil der Blickkontakt fehlt), der Gesprächsfluss ergibt sich oftmals nicht einfach so, sondern muss gezielt angeregt werden.
Wenn es Mal ruckelt…
…bleib locker, es gibt für alles eine Lösung. Gerade, wenn man sich im privaten Umfeld befindet (und auch Mal ein Haustier oder die Kinder durchs Bild schlüpfen), solltest du nicht so streng mit dir oder deinen Kund:innen sein.