Die goldene Regel: Ein Spot- eine Botschaft

Neukund:innen im Reich der Radiospots wirst du oft noch erklären müssen, wie ein richtig guter Spot aufgebaut ist. Ebenso wie die passende Stimme, ansprechende Musik und die Spotlänge solltest du über die Inhalte sprechen: Was sollte rein in den Spot und was nicht?

Music photo © Freepik
Aug. 2022

Akustisch vs. Visuell 

Stell dir vor, du siehst eine gedruckte Anzeige in einer Zeitung oder einen digitalen Flyer. Mit ausreichend Zeit kannst du alle abgebildeten Inhalte und Informationen erfassen und verarbeiten. 

Warum also nicht auch einen Radiospot mit vielen verschiedenen Informationen füllen, um die Sendezeit optimal auszunutzen? Vielen Kund:innen musst du genau das erklären, vor allem, wenn es sich bei Radiowerbung noch um Neuland handelt. 

Was bei visuellen Medien gilt, funktioniert bei einem Audio-Produkt ganz anders. Während wir visuelle Reize beim Durchblättern einer Zeitung oder beim Öffnen eines Newsletters bewusst wahrnehmen, läuft der Lieblings-Radiosender parallel zu anderen Beschäftigungen (wie morgens im Bad oder beim Autofahren). 

Somit ist die Aufmerksamkeit nicht ungeteilt beim Werbeblock. Wenn du dir zudem vorstellst, nur 15-20 Sekunden Zeit zu haben, um eine visuelle Werbung zu scannen, wie viel würde dann davon hängen bleiben? 

Mit solchen anschaulichen Beispielen kannst du deinen Werbekund:innen leicht erklären, warum es sich lohnt, den Spot auf eine Botschaft zu reduzieren. Doch welche verschiedenen Formen von Spots gibt es und welche Inhalte sollten unbedingt im Spot genannt werden? 

Wir haben eine Auswahl an Beispielen für dich zusammengestellt.

Angebots-Spots 

Produkt-Bezeichnungen, Maße, Preise – ein klassischer Angebots-Spot bezieht sich immer auf ein spezifisches Produkt, auf das aufmerksam gemacht werden soll. Ob es sich um ein E-Bike, Gartenbepflanzung oder Lebensmittel aus dem Supermarkt handelt: Auch hier sollten die Bezeichnungen so schlagkräftig wie möglich gewählt sein.

Informations-Spots 

Die Ladenöffnungszeiten deiner Kund:innen haben sich geändert oder sie sind umgezogen? 

Radiospots können auch aktuelle Informationen vermitteln, die an die EndverbraucherInnen kommuniziert werden müssen. Gerade bei aktuellen Corona-Regelungen, die sich schnell wieder ändern können, ist ein Hinweis auf die Webseite mit weiterführenden Informationen hilfreich.

Personalsuche-Spots 

Längst werden Jobangebote auch im Werbeblock platziert – so erreichen deine Werbekund:innen treffsicher die entsprechende Zielgruppe, um mit vielversprechenden Bewerber:innen in Kontakt zu kommen.

Gleichzeitig funktioniert ein Job mit Stellenanzeige im Rahmen einer Employer Branding Kampagne als Booster für die Etablierung als attraktiver Arbeitgeber in der Region.

Image-Spots 

Bei einer klassischen Image-Kampagne stehen das Unternehmen im Fokus und dessen Außenwirkung, die an die Hörer:innen vermittelt werden soll. Ebenso wie visuelle Elemente der CI (wie Logo, Farbgebung und Schriftart) sollte eine Imagekampagne im Radio langfristig funktionieren und nicht nur aktuellen Audio-Trends „hinterherrennen“. 

Ebenso wie Audiologo und Jingle handelt es sich bei einem Imagespot um die akustische Darstellung eines Unternehmens oder Dienstleisters. Als solche muss die Kampagne sorgfältig erstellt werden. 

Gewinnspiel-Spots 

Gewinnspiele sind immer eine gute Marketing-Idee – mit einem knackigen Titel und der Nennung der Gewinne sind fast alle wichtigsten Infos bereits im Spot enthalten. Wichtig hierbei ist außerdem die Angabe des Teilnahme-Zeitraumes – auch hier funktioniert die zeitliche Verknappung „nur noch für kurze Zeit“ oder „nur noch bis Samstag“. 

Das typische „Kleingedruckte“ muss in einem Spot nicht erwähnt werden – ein einfacher Hinweis auf eine Webadresse genügt: 

„Alle Infos zur Teilnahme finden Sie auf Mustermann/Gewinnspiel.“

Event-Spots 

Eine Info-Veranstaltung, ein Tag der offenen Tür oder die Neueröffnung eines POS – wichtig ist bei diesen Spotvarianten nicht nur das Thema, sondern auch Hinweise zum Ablauf sowie Zeit- und Ortsangaben. 

Weiterführende Informationen können auf eine Landingpage gepackt werden, auf die im Spot hingewiesen werden kann. 

Weniger ist mehr 

Machen deinen Werbekund:innen bewusst, dass ein überladener Spot im Zweifel nach hinten losgeht und eine Werbekampagne die Treffsicherheit kosten kann. Gibt es doch Informationen, die zwar nicht zusammen in einen Spot gepackt, aber auch nicht weggelassen werden können, bieten sich andere Lösungen an. 

Mittels eines Reminders können kleine, zusätzliche Hinweise verpackt werden. Handelt es sich um gleichwertige Informationen oder eine größere Kampagne mit wechselnden Inhalten, kann ein Rahmenspot mit wechselnden Inlays im Mittelteil gewählt werden.

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