Verkaufstipp

Voice Marketing mit digitalen Helfern: Werbung via Sprachassistenten

Mit der zunehmenden Verbreitung von digitalen Sprachassistenten nimmt auch das Interesse daran zu, mit ihnen zu werben. Aber welche Werbeformate kann man für Alexa, Siri und Co. nutzen und wie funktionieren sie? Um Antworten auf die Fragen näherzukommen, können sich Werbungtreibende anschauen, wofür die Nutzer:innen Sprachassistenten einsetzen und was ihnen dabei wichtig ist.
03. November '21 | von Redaktion
Freepik © Oatfreepik
Sprachassistenten sind beliebt

 

Sie stecken in smarten Lautsprechern, Smartphones, Smart-TVs, Haushaltsgeräten oder im Auto – Sprachassistenten. Der neuen OMD-Studie „The Age of Voice 3.0“ zufolge sprechen 52 Prozent derjenigen, die in Deutschland das Internet nutzen, mindestens einmal wöchentlich mit Sprachassistenten. Bis Ende 2021 sollen es demnach sogar fast 60 Prozent sein. Aber was besprechen die Nutzer:innen mit ihren digitalen Helfern? Eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom aus dem Jahr 2020 ergab besonders häufige Einsatzzwecke. Dazu gehört, dass man Musik abspielt, Geräte im Haushalt steuert, Verkehrsnachrichten oder ÖPNV-Abfahrtszeiten abruft, Internet-Suchanfragen startet und nach Sportergebnissen oder Wettervorhersagen fragt. 

 
Voice Marketing: Was ist das?

 

Unter Voice Marketing werden Marketing-Aktivitäten verstanden, bei denen ausschließlich Audio-Inhalte in Form von gesprochener Sprache und Musik verwendet werden, um Botschaften und Emotionen zu den Nutzer:innen zu bringen. Die Beschränkung auf die Sprache grenzt diese Form des Marketing also von anderen Maßnahmen ab, bei denen auch Bild und Text zum Einsatz kommen. Relativ neue Anwendungsbereiche von Voice Marketing sind beispielsweise Podcasts – und eben Sprachassistenten. Auf ihnen können Voice Ads laufen, Voice Apps eingesetzt werden und sie bieten sich als Instrument für das Branding an. Werbung, die für andere Kommunikationskanäle entwickelt wurde, einfach nur auf Voice zu übertragen, dürfte allerdings nicht zum gewünschten Erfolg führen und Möglichkeiten verschenken. 

 
Voice Marketing für Sprachassistenten im Trend

 

Werbung via Sprachassistent gilt als ein Trend im Bereich des Voice Marketing, der immer wichtiger wird. Auf diesem Feld warten auf der einen Seite Chancen, andererseits aber auch Herausforderungen. Vorteile sind, dass man an die Nutzerinnen und Nutzer sehr nah herankommen kann, denn es handelt sich bei der Interaktion mit Sprachassistenten um eine individuelle und persönliche Form der Kommunikation. Um diese Vorteile nutzen zu können, sollte die Werbung aber dafür auch möglichst genau zu den Nutzenden und ihren Bedürfnissen passen und so gestaltet sein, dass sie sich gut einfügt, zum Kommunikationskanal passend Mehrwert liefert und nicht als störend wahrgenommen wird. Um zu sehen, wie Werbung mit Unterstützung von Sprachassistenten aussehen könnte, ist es also besonders wichtig, die Nutzer:innen, ihr Nutzungsverhalten und ihre Bedürfnisse in den Blick zu nehmen. Denn auf Basis dieser Betrachtungen kann Voice Marketing zielgerichtet gestaltet werden.

 
Voice Apps, Skills, Actions und ihr Einsatz

 

Ein wichtiger Begriff im Zusammenhang mit Voice Marketing auf Sprachassistenten ist die Voice App. Unter einer Voice App versteht man ein Programm oder eine Funktionalität von einem Drittanbieter, die in einen Sprachassistenten integriert wird. Unternehmen können darüber auf dem Assistenten präsent und ansprechbar für den Dialog mit ihren Kund:innen sein. Die Bezeichnung Voice App ist unabhängig vom Hersteller, bei Alexa von Amazon heißt sie Skill, bei Google wird sie als Action bezeichnet. Aktiviert werden diese Programmierungen beispielsweise beim Amazon-Sprachassistenten mit der Formulierung „Alexa, starte (Skill-Name)…“. Über Voice Apps von Unternehmen kann so ein Dialog hergestellt werden und Nutzer:innen können auf diesem Wege Kundenservice, nützliche Tipps, Zusatzinfos und mehr von der Marke bekommen. Beispiele könnten sein, dass auf diesem Weg Buchhandlungen Tipps für neuen Lesestoff geben, Reinigungsmittelhersteller zur Dosierung und dem optimalen Einsatz ihrer Produkte beraten oder Nutzer:innen den Status einer Bestellung abfragen. Werbetreibende können prüfen, ob sie ihre Angebote sinnvoll in bestehende Voice Apps integrieren können oder ab es sich lohnt, eigene zu entwickeln. Bislang scheint es in diesem Bereich noch viel ungenutztes Potenzial zu geben. 

Fazit

 

Die Erkenntnisse dazu, wie Werbung über Sprachassistenten funktioniert und wie sie aussehen sollte, sind noch sehr frisch oder werden gerade erst noch gesammelt. Aber Voice Marketing mit dem digitalen Helfer gilt als vielversprechender Trend mit interessanten neuen Nutzungsmöglichkeiten. Umso wichtiger ist es, die Entwicklungen im Blick zu behalten und sich als Werbungtreibende darauf einzustellen, um sie sich zunutze machen zu können. 

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