Öffentlicher Artikel

Weltweite Umsätze mit Musikaufnahmen wachsen um 7,4 Prozent

Der internationale Tonträgermarkt hat im Jahr 2020 um 7,4 Prozent zugelegt, und zeigt damit im sechsten Jahr in Folge einen Wachstumstrend, wie die International Federation of the Music Industry IFPI, der Dachverband des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), gestern bekanntgab. Die im Global Music Report der IFPI veröffentlichten Zahlen weisen Gesamteinnahmen für 2020 von 21,6 Milliarden US-Dollar aus.
26. März '21 | von Redaktion
© Bundesverband Musikindustrie

 

Das Wachstum wurde vom Streaming angetrieben, insbesondere durch den um 18,5 Prozent angestiegenen Umsatz durch kostenpflichtige Streaming-Abos. Ende 2020 gab es weltweit 443 Millionen Nutzer bezahlter Abo-Konten. Der gesamte Streaming-Umsatz (einschließlich bezahlter Abonnements und werbegestütztem Streaming) wuchs um 19,9 Prozent und erreichte 13,4 Mrd. US-Dollar, was 62,1 Prozent des gesamten weltweiten Tonträgerumsatzes entspricht. Das Wachstum bei den Streaming-Umsätzen konnte den Rückgang bei den Umsätzen anderer Formate mehr als ausgleichen, einschließlich der physischen Umsätze, die um 4,7 Prozent zurückgingen, und der Umsätze aus Aufführungsrechten, die um 10,1 Prozent zurückgingen – hauptsächlich als Folge der COVID-19-Pandemie.

 

Die Arbeit und die Investitionen der Plattenfirmen haben dazu beigetragen, das Fundament für eine überwiegend digitale Branche zu legen, die ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den außergewöhnlichen Umständen des Jahres 2020 bewiesen hat. In einem herausfordernden Jahr haben die Plattenfirmen an der Seite ihrer Künstlerpartner gearbeitet, um sie bei der Schaffung und Aufnahme von Musik zu unterstützen, und die gesamte Branche hat weiterhin Innovationen in der Art und Weise vorangetrieben, wie Fans auf der ganzen Welt Musik erleben können.

 

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie: „In Deutschland und auch weltweit sehen wir, wie relevant der digitale Raum für unseren Markt ist. Umso entscheidender ist es, dass in Deutschland keine Beschädigung der Lizenzarchitektur stattfindet, auf Kosten der Branche. Damit würde der viertgrößte Musikmarkt der Welt mittelfristig erheblich geschwächt. Mit Blick auf die 1. Bundestagslesung des Gesetzentwurfs zur Umsetzung der DSM-Richtlinie diesen Freitag deshalb noch einmal der dringende Appell an den Gesetzgeber: Handeln Sie hier im Sinne des europäischen Kompromisses und sorgen Sie für eine Korrektur des Gesetzentwurfs, der das überlebenswichtige digitale Lizenzgeschäft stärkt, im Sinne der Künstler:innen und ihrer Partner.“

 

Quelle: radioszene.de

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