Studien & Wissenswertes

MA-Zahlen: Hohe Radionutzung auch ohne Corona-Effekt

Am 15. Juli 2020 wurden wieder die Ergebnisse der Media-Analyse in Radio-Deutschland veröffentlicht. Die Daten sind daher besonders wichtig, da sie für einen längeren Zeitraum für den Werbezeitenverkauf verwendet werden. Die Herbsterhebung ma 2020 und die Frühjahrsberichterstattung ma 2021 Audio I fallen nämlich aus.
20. Juli '20 | von Redaktion
© agma

Folgende Seiten präsentieren die Hörerzahlen der ma 2020 Audio II.

 

 

Die agma trägt der dynamischen Entwicklung im zunehmend konvergenten Audiomarkt Rechnung und stellt mit der ma 2020 Audio II neben der Abbildung der Gesamtleistung von Radio/Audio sowie Differenzierung von Reichweitenkerndaten nach den Empfangswegen Online-Audio und DAB+ neuerdings auch erste Kennziffern zu Podcasts zur Verfügung.

 

Als Konvergenzwährung für Radio und Online-Audio enthält die ma 2020 Audio II neben den klassischen Radioangeboten Reichweiten für Online-Audio-Channels und -Kombinationsangebote, Musik-Streamingdienste, User Generated Radios und Konvergenzangebote. Detaillierte Ergebnisse der insgesamt 393 abgebildeten Werbeangebote finden Sie in der beiliegenden Pressetabelle.

 

Jan Isenbart, Vorstand Radio/Audio der agma, kommentiert die aktuelle Lage und vorliegenden Eckdaten der Audionutzung:„Die aktuelle ma Audio bescheinigt der Gattung Radio/Audio einmal mehr starke Nutzungswerte, die in Summe auf hohem Niveau konstant bleiben. Da in die Frühjahrserhebung bis Ende März nur zwei ‚Corona-Wochen‘ fielen, gibt es erwartungsgemäß keinen Sondereffekt in den Daten aus insgesamt 28 Erhebungswochen. Hinzu kommt, dass sich eine steigende Nutzung im Streaming-Bereich, wie sie die ma IP Audio dokumentiert hat, und ein leichter Rückgang beim Hören im Autoradio durch Lockdown und Home Office aktuell die Waage gehalten haben könnten. Die ma Audio bietet damit auch in besonders herausfordernden Zeiten eine verlässliche Planungsgrundlage für 2021.“

 

Olaf Lassalle, Geschäftsführer der agma, unterstreicht die Wichtigkeit und Notwendigkeit konvergenter Studien:„Die ma Audio liefert alle für die Planung benötigten Nutzungswahrscheinlichkeiten und ermöglicht neben klassischer Radioplanung eine konvergente Audioplanung auf einer einheitlichen Datenbasis. Dieser konvergente Ansatz gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird innerhalb der agma konsequent vorangetrieben, um die heutige Mediennutzung adäquat und übergreifend abzubilden.“ Aus der heutigen ma 2020 Audio II geht erstmalig hervor, dass Podcasts von 22,3 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung schon einmal genutzt wurden, wobei ein Drittel (33,5 Prozent) der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schon einmal Podcasts gehört hat.

Weitere Ergebnisse der Eckdaten zur Audionutzung:
  • Im Weitesten Hörerkreis (WHK), also in einem durchschnittlichen 4-Wochen-Zeitraum, wird analog zur ma 2020 Audio I von 93,6 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens ein klassisches und/oder Online-Audio-Angebot genutzt (Audio Total). Die Hörer bleiben ihrem Sender konstant mit mehr als vier Stunden (Verweildauer: 254 Minuten) auf hohem Niveau treu (ma 2020 Audio I: 256 Minuten).
  • Ähnlich zeigt sich dies in der Nutzung von klassischen Radio-Angeboten: Im WHK wird Radio wie zur Vor-ma von 93,4 Prozent der Bevölkerung mit einer Verweildauer von 253 Minuten genutzt (ma 2020 Audio I: 256 Minuten).
  • Die Verbreitungswege DAB+ und Online-Audio verzeichnen abermals Zuwächse im WHK: So wird über DAB+ von 17,4 Prozent (ma 2020 Audio I: 15 Prozent) und über Online-Audio von 22,3 Prozent (ma 2020 Audio I: 21,3 Prozent) der ab 14-Jährigen gehört.
  • Der Verbreitungsweg DAB+ wird insbesondere in der Zielgruppe der 30- bis 59-Jährigen genutzt (WHK: 20 Prozent – Vor-ma: 16,9 Prozent).
  • Die Nutzung über Online-Audio ist am höchsten in der jungen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen (WHK 34,5 Prozent – Vor-ma: 34,1 Prozent).
ma 2020 Audio II: Radio bewegt die Menschen

 

ie Reichweite von Radio verschafft Werbetreibenden Stabilität in unsicheren Zeiten. 53 Millionen Menschen hören täglich Radio. Sonderauswertung der MA IP Audio von März bis Mai 2020 zeigt zudem ein Plus von 52 Prozent bei der Nutzung klassischer Radiosender via Online im Vergleich zum Vorjahr.

 

Welche Botschaft ist die richtige? Wie gelingt eine effektive Aktivierung? Und wie kann eine Marke oder Unternehmen einen Mehrwert für Kunden schaffen? Seit der Corona-Krise ist Umdenken der prägende Begriff für Marken und Werbetreibende geworden. Die Wahrnehmung und der Umgang mit der Krise sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch im Markt fällt dabei sehr unterschiedlich aus. Für Radio gilt: Die Begriffe Vertrauen und Stabilität sind kennzeichnend für das Medium. Unverändert hören 53 Millionen Menschen in Deutschland Radio. Dies bestätigen die heute von der Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse in Frankfurt veröffentlichten Eckdaten zur Audionutzung ma 2020 Audio II.

 

Und das betrifft auch die jugendlichen Hörer*innen: 9 Millionen der unter 30-Jährigen (62%) hören täglich Radio und das stabil seit 15 Jahren. 8,8 Millionen davon hören überwiegend UKW, 2 Mio. Online Audio, 0,8 Mio. DAB+.

 

Eine Sonderauswertung der ma IP Audio im Corona-Zeitraum von März bis Mai bestätigt nicht nur die stabilen Werte von Radio, sondern belegt, dass das Vertrauensmedium Nummer eins zusätzlich in der Krise eine besondere Wertschätzung erfährt. Im März haben sich die Sessionabrufe um 38% gegenüber Vorjahr gesteigert. Im April, der Zeit des strikten Lockdowns, stiegen die Sessions um 39% und im Mai um 32% im Jahresvergleich. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass zu Hause vermehrt Online Audio gehört wird.

 

Einen überproportional hohen Anstieg konnten dabei die großen UKW-Programme verzeichnen. Denn im April wurden diese via Online mit einem Plus von 52% als Simulcast abgerufen. Diese Zahlen belegen, dass Menschen in besonderen Zeiten auf Radio als Informations- und Unterhaltungsmedium vertrauen und als wichtigen Alltagsbegleiter wahrnehmen.

 

„Natürlich hat die Krise auch die Radiolandschaft hart getroffen und wirkt noch nach. Aber die aktuellen Zahlen belegen ein weiteres Mal, welche Kraft in dem Medium steckt und wie groß die Verbundenheit der Hörer*innen mit dem Medium ist. Einen verlässlichen und vertrauenswürdigen Begleiter gerade in unsicheren Zeiten zu haben, ist den Menschen wichtig und das Belegen die Zahlen eindrucksvoll.“, fasst Grit Leithäuser, Geschäftsführerin Radiozentrale, die Studienergebnisse zusammen. „Diese Grundlage schafft für Marken ein besonderes Werbeumfeld, welches kein anderes Medium zu bieten hat. Und an Radio führt kein Weg vorbei, wenn man bedenkt, wie schnell und agil Werbung heute sein muss, um zur richtigen Zeit den richtigen Ton für den Kunden anzuschlagen und mit Botschaften durchzudringen. Gepaart mit dem nachgewiesenen Aktivierungspotenzial kann Radio einen besonderen Teil dazu beitragen, dass Marken und Unternehmen schnell wieder auf Kurs kommen und wir gemeinsam die Zukunft gestalten.“

 

Um das Aktivierungspotenzial von Radio auch für regionale Kunden aufzuzeigen, hat die Radiozentrale im Juni die Aktivierungskampagne unter dem Titel „Wenn`s im Radio läuft, dann läuft der Laden“ initiiert. Die von Grabarz & Partner entwickelten fünf Spotmotive rekurrieren vor allem auf lokale und regionale Werbetreibende. Alle Spots und Informationen zu der Kampagne sind auf www.radiobewegt.de abrufbar.

 

Die Gattungs-Initiative Radiozentrale versteht sich als gemeinsame Plattform öffentlich-rechtlicher und privater Radiostationen sowie der gattungsnahen Unternehmen der Radioindustrie. Die Radiozentrale hat sich die Positionierung des Mediums Hörfunk sowie die umfassende Information über das (Werbe-)Medium Radio zum Ziel gesetzt.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma) ist ein Zusammenschluss von mehr als 200 Massenkommunikation. Für die Werbewirtschaft sind die Reichweitendaten der agma die Grundlage für ihre Mediaplanungsstrategien und damit letztlich für die Verteilung der Werbegelder. Für die am 15. Juli 10 Uhr erschienene ma 2020 Audio II wurden 67.269 deutschsprachige Menschen ab 14 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland befragt.

 

Die Sonderauswertung aus der ma IP Audio ist ein Vorgriff auf die Veröffentlichung aller Ergebnisse des zweiten Quartals, die offiziell zur ma 2020 IP Audio III am 02. September 2020 erfolgt.

 

Quellen: agma, radioszene.de 

 

 

 

 

 

 

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Anika Jäger