Studien & Wissenswertes

Spotproduktion extern: Was gibt es zu beachten?

Die professionelle Betreuung Ihrer Werbekunden ist einer der Grundpfeiler Ihrer erfolgreichen Arbeit als Mediaberater. Oft kennen Sie sich schon viele Jahre und haben Vertrauen aufgebaut, und auch neue Kunden möchten Sie langfristig binden und vom Medium Audiowerbung überzeugen. Wie das auch bei Produktionen außerhalb Ihres Senders klappt, lesen Sie hier.
18. Mai '20 | von Redaktion
© Airdone - fotolia.com

Eine „Dreiecks-Beziehung“

 

Wenn Ihr Sender ein hausinternes Produktionsstudio hat, kennen Sie sich hier mit der Zusammenarbeit und den Abläufen bestens aus: Welche Infos benötigen Sie vom Kunden, was sind die einzelnen Schritte, wie lange dauern die einzelnen Phasen, bis der fertige Spot On Air gehen kann oder Ähnliches.

Wenn Sie zusätzlich mit externen Agenturen für die Produktion zusammenarbeiten, kommt neben Ihnen und Ihren Werbekunden ein dritter Akteur ins Boot und die Kommunikationswege verändern sich. Gerade wenn die Zusammenarbeit sehr frisch ist oder die Kundenbeziehung noch nicht gefestigt ist, können hier ein paar Fallstricke lauern.

Möglichkeit 1: Vermitteln

 

Bei dieser Variante der Kommunikation besteht zwischen Ihnen und dem Werbekunden ein direkter Draht, sowie zwischen Ihnen und der für die Produktion beauftragten Agentur. Kunde und Agentur hingegen haben keinen Kontakt zueinander, alle Fäden laufen bei Ihnen zusammen und Sie behalten die Kontrolle.

Die Nachteile

 

Gerade wenn es schnell gehen muss, verlängern sich bei dieser Herangehensweise die Kommunikationswege. Wünsche des Kunden müssen erst bei Ihnen ankommen, bevor Sie sie an das Produktionsstudio weitergeben können und andersherum. Hierdurch geht manchmal wertvolle Zeit verloren.

Neben den längeren Wegen entstehen manchmal auch Übermittlungsfehler oder Ungenauigkeiten – vorstellen kann man sich das Ganze ein wenig wie das Spiel „Stille Post“: Was am Ende ankommt, gleicht vielleicht nicht mehr exakt der Ausgangs-Botschaft oder es fehlt etwas.

Die Vorteile

 

Gerade bei einer „frischen“ Zusammenarbeit (sei es mit einem neuen Werbekunden oder die erstmalige Zusammenarbeit mit einer neuen Agentur) möchten Sie natürlich sicher sein, dass alles glatt geht. Die erste Zusammenarbeit setzt den Grundstein für alle weiteren Folge-Produktionen und soll daher erfolgreich verlaufen.

Gerade bei einem neuen Kunden sollten Sie möglichst „nah dran bleiben“ und die Kommunikation nicht aus der Hand geben. Aber auch bei Bestandskunden kann sich ein ganz spezieller Draht entwickeln: Manchmal sprechen Sie schon fast die branchen-eigene oder charakterlich bedingte “Sprache“ eines Kunden und können seine Wünsche treffend übersetzen und weitergeben.

Während Sie einerseits die Kontrolle behalten, tun Sie im Einzelfall auch Ihren Kunden einen Gefallen durch diese unterstützende Kommunikations-Arbeit.

Möglichkeit 2: Kontrolle abgeben

 

Die zweite Variante beschreibt den direkten Kontakt Ihres Kunden mit dem externen Studio. Vielleicht ist das auch bei Ihnen bereits ein gängiger Weg – wer hierin noch keine Erfahrung hat, sollte folgende Punkte beachten.

Die Nachteile

 

„Kontrollverlust“ ist ein drastisches Wort – aber wenn Sie bei Absprachen zwischen Kunde und der produzierenden Agentur außen vor gelassen werden, kann es zu Komplikationen kommen.

Immerhin haben Sie den Kontakt zum Werbekunden vermittelt und die Agentur zur Spotproduktion ausgewählt. Wer als Kunde seine Werbebelange in Ihre Hände übergibt, möchte einen reibungslosen Ablauf und ein Endprodukt, das die Hörer-Zielgruppe überzeugt.

Beim E-Mail-Verkehr können Sie zwar immer in CC genommen werden (sowohl vom Kunden als auch vom Studio), bei telefonischen Absprachen sieht es da schon schwieriger aus. DieKommunikation muss also sehr gut funktionieren und Sie müssen sich darauf verlassen können, über alles auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Die Vorteile

 

Kennen Sie den Spruch „was Experten können, können nur Experten“? So ist es in diesem Fall auch: Jede der drei Parteien kennt sich auf dem jeweiligen Gebiet eben am besten aus. So muss auch jeder in seinem Bereich frei wirken können, damit das Endergebnis gut wird.

Je direkter die Kommunikation, desto leichter ist es für alle Beteiligten – Wege werden nicht unnötig verlängert und Textänderungen, Änderungswünsche bei fertigen Spots oder Ähnliches kann schneller übermittelt werden.

Kernkompetenz: Kommunikation

 

Jeder Mensch ist anders: Die einen möchten mehr Kontrolle haben, die anderen schwören auf eine möglichst unkomplizierte Zusammenarbeit und fühlen sich wohl damit, auch mal ein wenig Verantwortung abzugeben.

Letztendlich liegt es an Ihnen, die Zusammenarbeit zu steuern, die „Kommunikationsregeln“ aufzustellen und von Kunde zu Kunde zu entscheiden, welcher Weg der Beste ist.

Sie sollten allerdings immer den Überblick behalten und sich bewusst sein, dass die Planung und Produktion jeder Kampagne in Ihrer Verantwortung liegt und Ihre Kunden sich auf Sie in Ihrer Funktion als Berater verlassen.

Diesen Artikel bewerten:
Ihre Bewertung wird bearbeitet...
Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet. Seien Sie der/die Erste!
Wählen Sie eine Anzahl an Bewertungssternen, die Sie diesem Artikel verleihen möchten.
Auf Facebook posten
Auf Twitter posten
Weitere Artikel zum Thema:
09.04.2017
Kein Bild verfügbar

Interview mit Andrea Anders über ihre Erfahrungen mit der Unternehmenspublikation der SAR. mehr »

28.02.2016
Kein Bild verfügbar © Aintschie - Fotolia.com

Spotproduzenten präsentieren ihre Lieblingsspots. mehr »

06.03.2019
Kein Bild verfügbar

Seit fünfjährigem Bestehen stetig steigender Teilnehmerzuwachs. mehr »

Jetzt kostenlos und unverbindlich testen

"Besonders hilfreich finde ich die Checklisten, da Sie mir im Berufsalltag immer wieder weiterhelfen. Auch die Best Practice-Artikel finde ich sehr interessant, da ich dadurch das Rad nicht immer wieder neu erfinden muss, sondern mich von der Auflistung möglicher Sonderwerbeformen inspirieren lassen kann." 

Marketingassistent ams - Radio und MediaSolutions
Tobias Poos