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Warum Crossmedia für Ihren Sender so wichtig ist.
17. Januar '19 | von Redaktion
© airdone - Fotolia.com

Die Mediennutzung war noch nie so leicht und selbstbestimmbar wie heute. Sei es im Netz, Streaming von Serien oder Musik – Ihre Hörer sind längst zu emanzipierten Individuen geworden, die ihren Alltag auch in medialer Hinsicht komplett selbst gestalten. Welche Folgen das für Ihren Sender hat und warum Sie mehr denn je auf Cross-Media setzen sollten, lesen Sie hier.

"Wir sind alle individuell!"

Natürlich sind wir das nicht. Solange man Teil einer Gesellschaft ist, bewegt man sich immer in deren vorgegebenem Rahmen. In den kleinen Dingen des Alltags hingegen, können wir uns aber ein wenig Freiheit und Selbstbestimmtheit vorgaukeln – und das ist auch gut so.

 

Das mediale Angebot ist so vielfältig wie nie, die Lebensentwürfe nach dem Baukastenprinzip so unterschiedlich wie nie: Da wollen wir uns nicht vorschreiben lassen, wann wir welches Programm sehen oder wann wir welche Musik hören. Streaming-Dienste sind auf dem Vormarsch – das gilt für TV und Video-On-Demand ebenso wie für Musik.

 

Anhand der Entwicklungen könnte man annehmen, dass sich die Nutzer wegbewegen von den traditionellen Medien – die Zahlen der ma 2018 zeigen allerdings, dass sich Radio auch weiterhin großer Beliebtheit erfreut.

Hörer-Emanzipation

Der zunehmenden Mündigkeit der Nutzer muss im Media-Mix begegnet werden. Viele Hörer schwören auch weiterhin auf ihren Lieblingssender und das muss gute Gründe haben.

 

Als Sender wollen Sie Ihren Stammhörern seit jeher einen gewissen Mehrwert bieten, auch vor dem Hintergrund der digitalen Entwicklungen der letzten 10-15 Jahre.

 

Als Reaktion auf den Wandel musste und muss sich Ihr Angebot auch weiterhin stetig dem Nutzerverhalten der Hörer anpassen: Längst setzen Sie als Sender auf Online-Streams, Whats-App Gruppen oder sogar eigene Apps und natürlich Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Co.

 

Um die Hörerbindung zu stärken, müssen Sie Ihren Hörern dort entgegenkommen, wo sie sich ohnehin aufhalten: Im Netz. Eine einheitliche Marketing-Strategie muss her, um alle Kanäle optimal miteinander zu verknüpfen und so Ihr Sender-Image kontinuierlich zu schärfen.

 

Ihre Hörer nehmen Ihren Sender nicht nur durch das laufende Programm wahr – Social Media Kanäle helfen Ihnen ebenso wie Ihre Webseite, Ihren Sender als Marke zu positionieren.

Neue Zeiten brechen an

Manchmal fragt man sich: „Was soll jetzt noch alles kommen – sicher war es das jetzt doch erst mal, oder?“ – aber Stillstand tritt niemals ein, in der analogen ebenso wenig wie in der digitalen Welt.

 

Smarthome-Geräte sind seit einigen Jahren auf dem Vormarsch und kommen dem Bedürfnis der Nutzer entgegen, alle Unterhaltungs-Optionen über ein einziges Gerät steuern zu können. Ungemein praktisch, denn die Unterhaltungsindustrie versorgt uns nonstop mit neuen Inhalten und das Zeitalter der Multi-Optionalität schafft das Bedürfnis nach einer universellen „Fernbedienung“.

 

Die Studie „Planet Audio – und wie er sich verändert“ (vorgestellt auf dem letztjährigen Radio Advertising Summit in Düsseldorf) beispielsweise, beschreibt den Trend hin zur mehr Individualität und die selbstbestimmten Hörer, die durch Radio on demand Audioinhalte je nach Stimmung oder Situation konsumieren können.

 

Insgesamt prophezeit die Studie die folgenden vier grundlegenden Änderungen bis 2025:

1. UKW, Webradios, Streaming und Podcasts werden einander immer ähnlicher und somit irgendwann zusammenführbar.

2. Ein zentrales Gerät wird für Audio genutzt, die Hörer werden Programmmacher.

3. Werbung kann zielgruppengerecht eingesetzt werden.

4. Die Nutzer werden bewusster Musik hören und sich auch mal für Zeit ohne Musik entscheiden (sprich: Abschalten).


Trendthema Podcast

Ein weiteres Format, das der Selbstbestimmung Ihrer Hörer entgegenkommt, sind Podcasts. Das neue Trendmedium für Audio-Inhalte befindet sich seit 2016 stetig im Aufwind – mittlerweile gibt es sie für jegliche Themenbereiche und auch große Sender und Unternehmen nutzen sie als zusätzliches Angebot für Ihre Nutzer.

 

Ebenso wie Musikstreaming erfüllen auch Podcasts den Wunsch der Hörer nach Unabhängigkeit und Nutzung ganz individuell nach ihren Gewohnheiten, Interessen und Bedürfnissen.

 

Die Prognose, dass Podcasts die derzeit noch gängigen Sender-Formate ablösen werden, muss man allerdings mit Vorsicht begegnen: Hier wird das normale Programm Ihres Senders bei den Stammhörern immer noch das Rennen machen, wenn es um Beliebtheit geht.

 

Als Ergänzung und Erweiterung Ihres Angebots an Service für Ihre Hörer bietet sich das Podcast-Format auf jeden Fall sehr gut an – Live-Mitschnitte aus einzelnen Formaten können mit zusätzlichen Informationen aufbereitet, ergänzt und als Podcast zum Nachhören im Web zur Verfügung gestellt werden.

 

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