Öffentlicher Artikel

Schweizer Radioquoten für die zweite Jahreshälfte 2018

Täglich 128 Minuten TV und 98 Minuten Radio.
14. Januar '19 | von Redaktion

83 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung ab 15 Jahren schalten an einem durchschnittlichen Tag das Radio ein, um dessen Programme im Schnitt zwei Stunden lang zu nutzen. Das Fernsehen erreicht mit einer Tagesreichweite von 65 Prozent zwar weniger Personen, wird von diesen aber mit knapp 200 Minuten deutlich länger genutzt.

Auf die gesamte Wohnbevölkerung ab 15 Jahre umgerechnet bedeutet dies, dass eine Person in der Schweiz pro Tag 98 Minuten Radio hört und 128 Minuten TV schaut. Dies belegen die im Auftrag der Stiftung Mediapulse erhobenen Nutzungsdaten für das zweite Semester 2018.

 

Die grösste Affinität für die beiden elektronischen Mediengattungen zeigt sich einmal mehr in der Svizzera italiana. Mit 87 Prozent bzw. 74 Prozent verbuchen Radio und Fernsehen im südlichen Landesteil nicht nur die höchsten Tagesreichweiten, sondern auch den Spitzenwert im Nutzungsvolumen, das sich auf 274 Minuten pro Einwohner (TV: 172, Radio: 102) addiert.

 

In den beiden anderen Landesteilen liegt die kombinierte Nutzungsdauer pro Einwohner für beide Gattungen tiefer, erstreckt sich aber mit 225 Minuten in der Deutschschweiz und 220 Minuten in der Suisse romande immer noch über mehr als dreieinhalb Stunden pro Tag. Während die Gattung TV in der Deutschschweiz und in der Suisse romande vergleichbare Reichweiten von 64 Prozent bzw. 65 Prozent verbucht, kann das Radio in der grössten Sprachregion mit einer Tagesreichweite von 83 Prozent auf eine um 3 Prozentpunkte grössere Nutzerschaft zählen als in der Suisse romande. Mit einer Nutzungsdauer von 104 Minuten pro Einwohner erzielt das Radio in der Deutschschweiz zudem einen ähnlich hohen Wert wie in der Svizzera italiana.

 

Im Zeitvergleich mit dem 2. Halbjahr 2017 zeigt sich in der Deutschschweiz und in der Suisse romande ein Rückgang der TV-Reichweite um 2 bzw. 1 Prozentpunkt und eine Verringerung der TV-Nutzungsdauer pro Kopf um 7 Minuten. Im gleichen Zeitraum konnte die Gattung TV in der Svizzera italiana um 1 Reichweitenpunkt und um 4 Nutzungsminuten zulegen. Aufgrund einer neuen Methodik der Radioforschung (siehe Kasten), die im Januar 2018 eingeführt wurde, ist ein Vergleich zu den Radionutzungdaten von 2017 nicht möglich.

 

Die Erhebungssysteme der Mediapulse AG erfassen aus methodischen und forschungsökonomischen Gründen die Nutzung von Radio- und TV-Programmen nicht in allen Details, weshalb die präsentierten Zahlen die Nutzung von Radio- und TV-Inhalten tendenziell unterschätzen. Nicht erfasst wird etwa die TV-Nutzung an öffentlichen Orten (public viewing) sowie über mobile Geräte. Bei der Radionutzung bleiben die zeitversetzte Nutzung von Radioprogrammen sowie die Radionutzung über Kopfhörer unberücksichtigt.

 

Die Schweizer Radioforschung wurde massgeblich überarbeitet, um neuen technologischen Gegebenheiten, veränderten Marktbedürfnissen und dem Wandel der Radionutzung auch in Zukunft gerecht werden zu können. Unterschiede in den Nutzungsdaten vor und nach der Umstellung der Forschungsmethodik auf Anfang 2018 können durch die methodischen Änderungen beeinflusst sein und geben deshalb keine Auskunft über Veränderungen in der Radionutzung oder die Leistungen von Programmanbietern.

 

Mediapulse stellt für den Schweizer Markt alle offiziellen Kenngrössen für die Radio- und Fernsehnutzung bereit. Den Auftrag für diese Forschung erteilt die Schweizerische Eidgenossenschaft. Im Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (Art. 78-81) hält der Bund fest, dass die Mediapulse Stiftung unabhängige und wissenschaftliche Daten zur Radio- und Fernsehnutzung erheben muss und sie den Programmveranstaltern, der Forschung und der Werbebranche unter Marktbedingungen anbietet. Die Mediapulse Stiftung ist selbst nicht operativ tätig und delegiert die Umsetzung dieser Forschungs- und Vermarktungsaufgaben an ihre Tochtergesellschaft Mediapulse AG

 

Quelle: Pressemitteilung mediapulse

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