Öffentlicher Artikel

GroKo plant offenbar schnellen Umstieg auf Digitalradio

Bei den Koalitionsgesprächen stand unlängst in der Arbeitsgruppe 7 –Digitales – auch das Thema „Umstieg von analogem UKW-Rundfunk auf Digitalradio DAB+“ auf der Tagesordnung.
07. Februar '18 | von Nicola Kemp

Die GroKo (Große Koalition) möchte die digitale Hörfunktechnik weiter fördern und die Marktdurchdringung mit DAB+ Geräten voranbringen. Seitens der privaten Rundfunksender begrüßt die „Interessengemeinschaft Digitaler Rundfunk Deutschland“ diese Entwicklung sehr und fordert gleichzeitig einen raschen Umstieg von UKW auf DAB+ in Deutschland.

 

Als durchweg positive Entwicklung hat die “Interessengemeinschaft Digitalradio Deutschland” die jüngsten Meldungen zu den Koalitionsverhandlungen gewertet, wonach eine mögliche künftige Neuauflage der großen Koalition (GroKo) aus Union und SPD, offenbar den Ausstieg aus der analogen UKW-Hörfunkverbreitung plant. 

 

“Das wäre im Zuge einer vorgesehenen bundesweiten Digitalisierungsoffensive der neuen Regierung nur konsequent.”, so der Sprecher der Interessengemeinschaft, Peter Maisel. Sowohl für die öffentlich-rechtlichen, als auch für die privaten Hörfunksender, wird durch Digitalradio DAB+ die Verbreitung ihrer Programme wesentlich günstiger, da im Vergleich zu UKW deutlich weniger Energie aufgewendet werden muss. Außerdem können sich rund 15 Programme eine Frequenz teilen. Dadurch ist DAB+ im Vergleich zu UKW deutlich energieeffizienter. Schon alleine deswegen können wir die Aufregung einzelner Programmveranstalter nicht verstehen, die offenbar nach wie vor Angst vor einer UKW-Abschaltung haben.

 

Bereits heute kommen Radiohörer über DAB+ in den Genuss einer deutlich größeren Programmvielfalt in störungsfreier digitaler Klangqualität. Ganz anders als über das analoge UKW. Außerdem erö net DAB+ erstmals einen freien Wettbewerb zwischen etablierten und neuen Radioprogrammen. Dass die Hörer die neuen Programme annehmen, zeigen nicht nur die seit Jahren steigenden Hörerzahlen der via DAB+ empfangbaren Sender, sondern auch die rasant steigenden Verkaufszahlen von Radiogeräten mit integriertem DAB+.

“In zahlreichen Regionen Deutschlands verfügen bereits heute über 30% der Haushalte über ein Digitalradio. Auch die Automobilindustrie hat reagiert, mittlerweile sind 40% der Neuwagen mit DAB+ ausgestattet. Tendenz weiter steigend! Trotzdem hinkt Deutschland beim Thema Radio-Digitalisierung hinterher.”, so Peter Maisel.

Norwegen ist bereits im vergangenen Jahr erfolgreich von UKW auf DAB+ umgestiegen. Konkrete Planungen laufen derzeit auch in der Schweiz, in Großbritannien und in Südtirol.

 

Die Interessengemeinschaft Digitalradio Deutschland ist eine Initiative von Radio Augsburg | Mega Radio, Augsburg | KULTRADIO, Bayreuth |St. Michaelsbund, München | Ilmwelle, Pfa enhofen | Absolut HOT, Regensburg | radio hashtag+, Schweinfurt Schlagerparadies, Saarbrücken | Schwarzwaldradio, Offenburg | lulu.fm, Köln | Antenne Sylt, Westerland.

 

Quelle: Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Digitalradio Deutschland

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