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Rückschau RAB Radio Show 2013 – Tag 1

Alle News und Trends vom ersten Tag des US-Branchenevents im Überblick
23. September '13 | von Katharina Bösch

Als größter Radiokongress in den USA ist die RAB Radio Show alljährlich Pflichttermin für alle, die über Trends und Ideen im Radiobusiness auf dem Laufenden bleiben wollen. Vom 18. bis 20. September gab es in Orlando jede Menge aktuelle Neuigkeiten zum Thema Radiomarketing zu erfahren. Wir waren dabei und haben alle relevanten Vorträge für Sie zusammengefasst. Lesen Sie heute, was es am ersten Tag in den Panels zu hören gab.

Was Werbekunden wollen

Gleich zu Beginn hatten am Mittwochmorgen die Vertreter großer Werbekunden das Wort. Im Panel "Advertisers speak" saßen Repräsentanten des Reinigungsmittelherstellers Clorox Company und der Firma Bloomin Brands, zu der mehrere Restaurantketten in den USA gehören, auf dem Podium. Sie betonten, dass es Ihnen zunehmend wichtig sei, alle Mitarbeiter eines Radiosenders an Bord einer Promotion zu holen und sie entsprechend zu briefen, nicht nur das Promotionteam. So könne man sicherstellen, dass die Werbebotschaft auf allen Kanälen konsequent im Sinne des Unternehmens kommuniziert werde. Um Konzerne als Werbekunden zu gewinnen und zu halten, müssten vor allem kleinere Radiosender kreativ sein und einzigartige Konzepte entwickeln. "Zeigt uns innovative Ideen!" lautete die Aufforderung seitens der Marketingverantwortlichen.

RAB/NAB Radioshow ©radioshowweb.com
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Erfolgsstrategien für den lokalen Verkauf

Im Fokus des zweiten Panels unter dem Titel "Local direct" standen drei Mediaberater, die ihre Sender besonders erfolgreich an kleinere und mittelgroße Firmen im Sendegebiet vermarkten.  Jeder von ihnen erläuterte seine individuelle Vorgehensweise und gab seine persönlichen Erfolgstipps an das Publikum weiter. So riet Bryan Komarek von Cherry Creek Radio den Zuhörern, zunächst den gegenwärtigen sowie den möglichen Marktanteil eines ortsansässigen Unternehmens genau zu analysieren. Diese Zahlen öffneten den Entscheidern oft die Augen dafür, wie viel Geld sie mit einer optimierten Werbestrategie verdienen könnten. Terry Dean von Alpha Broadcasting dagegen bezeichnete Musterspots als unverzichtbaren Bestandteil seines Verkaufsprozesses. Wie Musterhäuser, schüfen diese eine ganz andere emotionale Beziehung zum Produkt, als die Vorlage auf dem Papier es jemals könne. Man müsse nur klar kommunizieren, dass es sich lediglich um eine Vorlage handle, die jeweils noch individuell auf den Kunden angepasst werde.

Ideen zu digitalen Erlösmodellen

Der Frage, wie Radiosender digitale Produkte entwickeln und vermarkten können, ohne ihre Einkünfte aus Radiowerbung zu kannibalisieren, beschäftigte die Vortragenden in der darauffolgenden Veranstaltung "True digital - Paying Paul without robbing Peter". So stellte Berry Jasin von Spanish Broadcasting System die App Lamusica vor, über die sich die spanischsprachigen Sender seines Unternehmens empfangen lassen. Die App kann auf Wunsch komplett dem Markendesign eines Werbekunden angepasst werden, der sich auf diese Art seinen optisch "eigenen" Radiosender schafft. Seine Vermarktungsfirma habe im letzten halben Jahr mit diesem Konzept einen Umsatz im sechsstelligen Bereich erzielt, so Jasin. Die selbstständige Marketingexpertin Kathleen Bricketto rät Radiosendern zum verstärkten Einsatz von Radiomoderatoren als Testimonials, die zusatzlich die betreffenden Produkte in eigenen Blogs und Social Media-Kanälen bewerben. Das sei ein einschlägiger Mehrwert, den man den Werbekunden auch als solchen vermitteln könne, so Bricketto. Einig waren sich die Panelteilnehmer darüber, dass Radio die Sparte Onlinewerbung nicht vernachlässigen dürfe. Wenn die Sender solche Werbeformen nicht anböten, würden die Werbekunden ihren Bedarf an anderer Stelle decken und dafür möglicherweise ihr Radiobudget abbauen. Ebenso unverzichtbar sei es, das Radiosender Experten für Onlinewerbung einstellen, die die Mediaberater schulen und ihnen die nötige Sachkenntnis rund um das Thema vermitteln.

Wie Experten die Zukunft des Radios im Auto sehen, welche Sonderwerbeformen bei US-Sendern besonders erfolgreich sind und welche neuen Ansätze es rund um den Verkaufsprozess gibt, erfahren Sie in Teil II unserer Zusammenfassung der RAB Radio Show 2013.

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"Besonders hilfreich finde ich die Checklisten, da Sie mir im Berufsalltag immer wieder weiterhelfen. Auch die Best Practice-Artikel finde ich sehr interessant, da ich dadurch das Rad nicht immer wieder neu erfinden muss, sondern mich von der Auflistung möglicher Sonderwerbeformen inspirieren lassen kann." 

Marketingassistent ams - Radio und MediaSolutions
Tobias Poos