Öffentlicher Artikel

Digitalradio-Fachtagung in Wien am 28. März

Fachveranstaltung in Wien als weiterer Schritt zu digital-terrestrischem Hörfunk in Österreich.
20. März '17 | von Nicola Kemp

Der Verein Digitalradio Österreich und der Verband der Österreichischen Privatsender (VÖP) veranstalten am 28. März 2017 einen gemeinsamen Fachtag, an dem potenzielle Plattformbetreiber („Multiplexanbieter“) für DAB+ Sendernetze ihre Konzepte vor interessierten Rundfunkveranstaltern vorstellen werden.

 

„Für Radioveranstalter ist es von zentraler Bedeutung, ihre Programme über alle technischen Plattformen anbieten zu können. Neben dem derzeitigen Hörfunkstandard UKW ist DAB+ eine wichtige Weiterentwicklung des Hörfunks, die voraussichtlich ab 2018 in Österreich zur Verfügung stehen wird“, so Ernst Swoboda, Vorstandsvorsitzender des Verbands Österreichischer Privatsender.

 

„Die Ausschreibung für die Sendernetze läuft bis zum 12. Juni und schreibt vor, dass Multiplexbetreiber ein vertraglich abgesichertes Programmensemble mit an Bord haben müssen. Unsere Veranstaltung dient als Plattform, um Radioveranstalter und potenzielle Senderbetreiber zu vernetzen“, so Wolfgang Struber, Obmann des Vereins Digitalradio Österreich.

 

„Wir unterstützen die Einführung von DAB+ in Österreich, da es eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Markts ist“, meint die VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm. „Neben UKW, das den derzeitigen Radioverbreitungsweg darstellt, entstehen in der digitalen Welt zunehmend neue Möglichkeiten, mit den Hörern in Kontakt zu kommen. DAB+ sehen wir da als wichtigen neuen Weg.“

 

„Wir freuen uns, dass bereits vier Organisationen ihr Interesse am Sendernetzaufbau gemeldet haben. Auch seitens der Rundfunkveranstalter ist das Interesse groß. Dank des zukünftigen europäischen Rundfunkstandards DAB+ können sie ihre Programme deutlich effizienter und kostengünstiger als bei UKW verbreiten“, so Gernot Fischer, Geschäftsführer von Digitalradio Österreich.
„In der ersten Phase bedeutet DAB+ für bestehende UKW-Veranstalter einen zusätzlichen Verbreitungskanal und gänzlich neu zu erschließende Sendegebiete.“

 

Die Geräteindustrie und der Handel bieten bereits heute ein breites Portfolio von DAB+ Radios in jeder Preisklasse an. Der Autosalon in Genf zeigte, dass auch Fahrzeughersteller in den neuen Modellen DAB+ mitunter bereits in der Standardausstattung vorsehen.
„Dadurch ist eine rasche Verbreitung von Digitalradio in der Bevölkerung aus unserer Sicht wahrscheinlich. Weitere Vorteile des Kaufs eines DAB+ Geräts liegen auf der Hand: Radiohörer können sich vor allem auf ein viel größeres Programmangebot freuen, das in rauschfreier digitaler Qualität zu empfangen sein wird“, so Fischer.

 

In vielen europäischen Ländern ist der Aufbau von terrestrischem Digitalradio im Standard DAB+ bereits voll im Gange und mitunter weit fortgeschritten. Terrestrischer Hörfunk stellt die mediale Grundversorgung der Bevölkerung sicher. Besonders wichtig ist dabei ein möglichst meinungsvielfältiges Programmangebot, das ohne zusätzliche Kosten für den Einzelnen stationär und mobil zu empfangen ist. DAB+ ist hierbei eine wichtige Ergänzung zur UKW-Übertragung.

 

In Österreich wurden in den letzten Jahren viele Diskussionen zur Einführung von DAB+ geführt. Die Kommunikationsbehörde Austria hat die Investition in ein zusätzliches terrestrisches Rundfunksystem für sinnvoll befunden und daher am 31. Jänner 2017 die Ausschreibung eines nationalen Sendernetz-Plattformbetriebes und zusätzlicher regionaler/lokaler Sendegebiete gestartet. Die Abgabefrist dieser Ausschreibung endet am 12. Juni 2017.

 

Quelle: Pressemeldung: Verein Digitalradio Österreich

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