Öffentlicher Artikel

Divicon Media fordert eindeutige Klarstellung der Media Broadcast

„Bemühungen um offenen UKW-Markt auf den Kopf gestellt!“
17. März '17 | von Henrike Dibbern

Verkauf oder Nicht-Verkauf – das ist hier die Frage! Im Rahmen der andauernden Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Akteuren des UKW-Marktes mit der Media Broadcast fordert der Sendernetzbetreiber Divicon Media nun eine sofortige und eindeutige Klarstellung seitens des bisherigen Monopolisten hinsichtlich der geplanten Verkäufe von Sendeanlagen.

Die Media Broadcast hatte auf die Regulierung der am 31. Januar 2017 bekannt gegebenen Entgeltpreise durch die Bundesnetzagentur angekündigt, sich insofern aus dem Markt für Sendernetzbetrieb zurückzuziehen, als dass sie alle ihre Antennen und Sendeanlagen verkaufen wird.

 

Leider finden sich nun im Markt, insbesondere auf Seiten der Radioveranstalter, sehr unterschiedliche Informationen darüber, welche Antennen tatsächlich verkauft werden sollen: Gegenüber der Bundesnetzagentur und den Landesmedienanstalten erklärt die Media Broadcast, alle Antennen und Sender verkaufen zu wollen – gegenüber Radioveranstaltern erklären die Kundenbetreuer, dass man die sogenannten Grundnetzsender, wie zum Beispiel auf dem Brocken, auf dem Heinrich-Hertz-Turm in Hamburg oder auf dem Fernsehturm in Berlin, keinesfalls verkaufen werde.

„Es scheint sich immer mehr abzuzeichnen, dass unsere Warnungen vor einem Cherry-Picking der Media Broadcast Realität werden könnten,“ erklärt Mike Lehmann, Geschäftsführer bei Divicon Media in Leipzig. „Durch einen nur teilweisen Verkauf von Sendeanlagen könnte sich die Media Broadcast einer Regulierung entziehen, sich gleichzeitig alter, bereits abgeschriebener Anlagen entledigen und die profitablen Standorte weiter betreiben. Damit wäre das Bemühen um eine Öffnung des Marktes seitens der Sender, der neuen Betreiber und der Bundesnetzagentur auf den Kopf gestellt!“

 

Um eine transparente Informationslage aller Akteure im UKW-Markt zu gewährleisten, muss sich die Media Broadcast aus Sicht der Divicon Media auf einen der Wege festlegen: Entweder tritt sie weiterhin als Sendernetzbetreiber auf, ordnet sich der Regulierung unter und steht einer Marktöffnung nicht länger im Wege. Oder die Media Broadcast vollzieht einen klar geregelten, transparenten und fairen Verkaufsprozess aller Anlagen entlang des tatsächlichen Wertes bzw. einen Rückbau bestehender Anlagen, sollten andere Dienstleister ein wirtschaftlicheres Konzept vorlegen. Ein Versuch, sich in Graubereichen der Regulierung aus der Affäre zu ziehen, dürfe insbesondere durch die Bundesnetzagentur nicht geduldet werden.

 

Quelle: Pressemitteilung Divicon Media

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